Für den Erfolg einer Website gewinnt eine gezielte Google Suchmaschinenoptimierung (englisch: Search Engine Optimization, SEO) immer mehr an Bedeutung: Nur wer im Ranking der Suchmaschinen gute Ergebnisse erzielt und sich eine entsprechende Platzierung sichert, darf sich über höhere Besucherzahlen und Werbeeinnahmen freuen. Wie aber lässt sich eine solche Bewertung erreichen? Lesen Sie hier, was unter dem Begriff Onpage-SEO zu verstehen ist, welche Vorgehensweisen damit gemeint sind und was Sie bei der Optimierung von Internetseiten beachten sollten.
Was ist Onpage-SEO?
Zur Optimierung einer Homepage stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Zu unterscheiden sind hier insbesondere Onpage- und Offpage-SEO: Während sich letztere Methode hauptsächlich mit dem sogenannten Linkaufbau (= Linkbuilding) befasst, geht es bei der Onpage-Optimierung vor allem um Domainnamen, Content, Tags, den URL-Aufbau, Keywords, Seitenaufbau und die interne Verlinkung.
Die Onpage SEO umfasst demnach sämtliche zur Optimierung geeignete Methoden, die direkt auf bzw. in der eigenen Webseite vorgenommen werden können. Einige der hier unter besonderer Beachtung stehenden Elemente wie etwa der Titel oder einzelne Überschriften können durch die Besucher wahrgenommen werden, andere wiederum – z. B. Metaangaben – sind nach außen hin nicht ersichtlich. Der Onpage-Optimierung wurde bislang eher weniger Bedeutung zugemessen als der Offpage-Optimierung. Dies mag sich aber vor dem Hintergrund der Veröffentlichung des von vielen gefürchteten Google Panda Updates ändern. Zu den einzelnen Möglichkeiten und deren Umsetzung:
Domainname
Einer der wichtigsten Faktoren der Onpage-SEO ist der Domainname. In der Regel gilt: Um im Ranking der Suchmaschinen besser abzuschneiden, sollte der Name der Domain einen Bezug auf das jeweilige Thema aufweisen und darüber hinaus leicht zu merken sein. Ein knackiger Name mit etwa zehn bis zwölf Zeichen eignet sich hier deutlich besser als die Verwendung eines eher komplizierten Namens unter Verwendung aller zur Verfügung stehenden Zeichen. Befindet sich dann noch das Hauptkeyword der Webseite in der Domain, hat man fast schon alles richtig gemacht.
Bei der Wahl der Domainendung sollte das Augenmerk auf die Wirkung derselben nach außen hin gelegt werden: Während sich die Endung .de der größten Beliebtheit erfreut, eignen sich .com oder .info insbesondere für geschäftliche Homepages oder Webseiten, die überwiegend Informationen bereitstellen. Andere Endungen hingegen zeugen für viele nicht eben gerade von Seriosität und werden mitunter von vornherein gemieden.
Aufbau von URL und Seite
Im Rahmen des URL-Aufbaus sollte Wert auf sogenannte sprechende URLs gelegt werden, also auf Adressen, die klar und sehr einfach strukturiert sind und von den Suchmaschinen daher größere Beachtung finden. Zahlenparameter oder sonstige Zeichen sollten vermieden werden, da Suchmaschinen sich mit solchen generell eher schwer tun und diese mitunter sogar zu einem schlechteren Ranking führen. Wie bereits erwähnt, sind Keywords bewusst mit einzubeziehen.
Auch in puncto Seitenaufbau sind einfache Strukturen von Vorteil: Suchmaschinen sind nicht in der Lage, jedem Pfad zu folgen und berücksichtigen oftmals nur die ersten Ebenen einer Webseite. Oft verlassen die Crawler die Webseite nach Erreichen einer bestimmten Ebene wieder. Es empfiehlt sich daher die Einteilung in eine Hauptebene, Unterkategorien der ersten und der zweiten Ordnung. Die erste Ebene stellt regelmäßig die Startseite dar, von der aus Verlinkungen in alle relevanten Hauptkategorien erfolgen. Von diesen aus sollte sich wiederum sowohl die Startseite als auch die Unterkategorien erster Ordnung erreichen lassen. Falsche Verlinkungen sollten vermieden werden. Diese sorgen nicht nur für Ärger beim Besucher, sondern können auch dazu führen, dass die Website aus dem Index einer Suchmaschine ausgeschlossen wird.
Content und Keywords
Selbstverständlich kommt auch dem Content als eigentlichem Inhalt große Bedeutung zu: Texte stellen im Rahmen des Suchmaschinenrankings den wichtigsten Faktor dar. Um eine gute Platzierung zu garantieren, sollte die Homepage daher regelmäßig mit frischem und sogenanntem unique Content gefüllt werden. Während Bilder und andere Medien von Suchmaschinen nur selten ausgewertet werden und i. d. R. nur einen ansprechenden Charakter aufweisen, spielen Texte für die Bewertung durch die Suchmaschine eine elementare Rolle.
Bei der Optimierung der Texte sollten zwar relevante Keywords eingebaut werden, einige Grundregeln müssen dabei jedoch eingehalten werden. So reagieren Suchmaschinen beispielsweise ausgesprochen empfindlich, werden Texte mit übermäßig vielen Keywords ausgestattet und auf diese Weise vermeintlich auf die Suchmaschine zugeschnitten. Textmanipulation wird nicht selten abgestraft und kann bis zur Entfernung der Webseite aus dem Index führen. Eine Keyworddichte von bis zu fünf Prozent sollte daher auf keinen Fall überschritten werden. Manche Suchmaschinenoptimierer (SEOs) sprechen auch von nur drei Prozent. Neben gebrauchter Software stehen im Internet zur Überprüfung der Keyworddichte und anderer Faktoren zahlreiche Programme zum Download bereit.
Ebenfalls ist anzuraten, auf die Unterbringung verschiedener Keywords zu achten, welche im Idealfall miteinander kombiniert werden. Achtung: Auch der sogenannte “versteckte Text“, welcher zwar nicht vom Besucher der Homepage, sehr wohl aber von den Suchmaschinen wahrgenommen wird, kann optimiert werden, führt aber i. d. R. zur Sanktionierung durch Google & Co.
Meta-Element
Auch die für den Besucher unsichtbaren Meta-Elemente, welche die Metadaten einer Website enthalten und sich im Headbereich einer Seite befinden, lassen sich im Rahmen der Onpage-SEO optimieren. Dazu gehören die bereits genannten Keywords, aber auch die sogenannte Description. Unter dieser ist die Beschreibung einer Webseite zu verstehen, welche in aller Kürze aufzeigen soll, was den Besucher der Homepage überhaupt erwartet. Sie sollte nicht mehr als 200 Zeichen umfassen, den Suchenden aber dazu anregen, die Webseite zu besuchen.